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Kennwort:  Knacki gereimt
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Kennwort: Knacki gereimt

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Verantwortlich für den Inhalt der Rede ist nur der Redner selbst.

 

Dieser Knacki trägt Sträflingskleidung. Ein Schlafanzug mit Aufschrift "Knacki" tut es auch. Er wird zum 25. - igsten mal verurteilt. Er glaubt, er bekomme vom Richter zum Jubiläum einen Blumenstrauß. Statt dessen muss er aber 6 Monate in den Knast. Was er da erlebt hat, ist wirklich zum Lachen, wenn es nicht so ernst wäre.


Ein Knacki (Sträfling)


Helau ihr Leute ich gesteh es schnell,
man sagt mir nach, ich sei ein „Knacki“ und kriminell.
Aber genau wie andere, das muss man sehen,
tue ich eigentlich nur meinem Beruf nachgehen.

Von irgendetwas muss man ja leben,
von meinem Vater lernte ich dieses Handwerk eben.
Nichts Großes, sondern nur kleine Sachen,
die nicht viel Stress und Arbeit machen.

Ob ein Taschendiebstahl, oder was Größeres klauen,
auf meine geschickten Hände kann ich stets vertrauen.
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schlank, beweglich, und lange Finger.

Besonders in Kaufhäusern laufe ich zur Hochform auf,
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Bevor die was merken, bin ich längst auf und davon,
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Natürlich ist das auch mit Risiko behaftet,
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in keinem Beruf bekommt man was geschenkt.

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bei den Gerichten gehe ich aus und ein.
Ein Richter sagte mir mal: „Ich habe es satt,
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und suchen sich eine andere Unterkunft, 
als immer nur Knast rein und raus,
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„Tut mir leid“, sagte ich zu dem Mann für`s Grobe,
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Arbeit zu haben, schon morgens in der früh.“

„Unsereiner bewahrt Sie doch vor Harz vier,
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ich erhalte Arbeitplätze bei den Gerichten.“

Sogar Pfarrer finden hier Arbeit immer mehr,
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Neulich hat mich auch einer mal besucht,
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„Dass sie schon wieder hier sind, ist nicht toll“,
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„Wir kümmern uns ja um jeden Sünder“,
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„Natürlich auch um Rückfalltäter so wie sie,
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betreue und berate ich Sie gerne kostenlos.“

„Ich helfe ihnen so gut ich kann,
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Dann schaffen sie es viel besser! Garantiert!“

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ich mache meinen Job allein,
sonst sind wir Zwei dann auf Wasser und Brot“,
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„Denn so Amateure wie Sie, die nicht so hell,
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„Viele Köche verderben den Brei.“

Aber dann hatte ich wieder mal Pech gehabt,
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Ich musste mal wieder vor Gericht,
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3 Tagessätze werden es schon sein,
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die mache ich locker in zwei Stunden.

So stand ich neulich mal vor Gericht!
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„Sie sind jetzt 24 mal vorbestraft“ gibt er mir zu bedenken,
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„Jawohl Herr Richter, es ist mir peinlich zwar“,
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„mein „Silbernes Vorstrafenregister“ mir auch nicht passt,
aber besser als 25 – jähriges Jubiläum im Knast.“

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ich freue mich über ihren Blumenstrauß,
den sie mir sicher jetzt überreichen,
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Ich lade Sie auch gerne zur Jubiläumsfeier ein,
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„Ja sagen sie mal, Herr (Name) sind sie noch ganz dicht,
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Was haben sie den heute wieder ausgefressen,
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fragte mich der Herr Vorsitzender mit strengem Gesicht.
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„Euer Ehren es tut mir furchtbar leid“,
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„bitte lassen sie heute Milde walten,
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Ich bin doch nur ein kleiner Fisch,
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„Mein lieber Mann, das sagen sie jedes mal,
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sagte der Herr am Tisch in der Mitte,
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„Herr Richter ich plädiere auf Verjährung,
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sprach ich zuversichtlich zu dem Mann in schwarz,
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sein Urteil: „Der Mann wird jetzt mal eingebuchtet.
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6 Monate müssten das sein mal schon.“

„Bei der JVA (Ort) ist ein Zimmer für sie reserviert,
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auf Staatskosten, aber ohne Balkon,
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So musste ich, ob ich wollte oder nicht,
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und radelte mit einem geklauten Rad,
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„Wo geht es hier zum Knast“, fragte ich im Ort,
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Ich sagte: „ Ich will nur einen armen Teufel besuchen,
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„Solche Ausreden hören wir alle Tage.
Fahren sie links die Straße runter,
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am Ende dann rechts das dunkle Gebäude,
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Dann stand ich vor dem geschlossenen Tor,
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die waren sogar sehr hilfsbereit.

Das Tor öffnete sich automatisch von innen,
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Mein geklautes Fahrrad nahm man in Verwahrung,
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Ich bedankte mich und grüßte nett,
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Doch die schoben mich grußlos in den nächsten Raum,
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Ein Kerl schnitt mir sofort die Haare runter,
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Dazu spuckte er auf den Pinsel, die alte Sau,
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„halt die Klappe sonst spucke ich dir ins Gesicht“,
sagte zu mir der Knast-Friseur,
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Als mein Kopf jetzt rundherum war kahl,
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Dann bekam ich mein Bettzeug noch auf die Schnelle,
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Die war schon belegt mit zwei Mann,
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Der Eine begrüßte mich, der war wohl schwul,
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„du gefällst mir gut“, sagte er mir gleich.

„Ich bin der Heini, ich bin unschuldig hier,
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dass die Zehn Mille eine Fehlbuchung der Bank gewesen,
die sie auf meinem Konto haben entdeckt,
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bei mir sind die Finger zu lang und die Beine zu kurz!
Das ist ein Geburtsfehler ist für den ich nichts kann,
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Mit den langen Fingern kann ich zwar gut klauen,
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„Und ich bin der (Name)“ stellte ich mich vor,
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Leider war gerade die Pforte offen,
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ich habe nur ab und zu etwas geklaut.
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und dafür haben die mich jetzt eingebuchtet. 
Aber das geklaute teure Fahrrad,
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das „Hilton“ fiel mir ein auf der Stell.
Kein Wunder dass die „Paris“ ab und zu kontrolliert,
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Die Zelle war gut eingeteilt und alles durchdacht,
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der Clo stand neben dem Bett, da wurde nicht gespart.

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und das Essen wurde gleich in einem Spucknapf serviert.
So hat man alles was oben wieder raus gekommen,
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Der Hausarzt kam immer auf die Schnelle,
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Der schwule Heini ließ öfter einen Einlauf machen,
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Eines Tages wurde ich in einer andere Zelle geführt,
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Ich sagte: „Hat man Dich jetzt auch erwischt?
Haben sie Dir abgenommen jetzt den Führerschein,
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„Nein“ sagte sie, „ich hörte du wirst entlassen,
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Da waren doch die blöden Fastnachter schuld, (Karnevalisten, Narren)
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Sie sagten zu der Gefängnisleitung,
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Und außerdem muss er an Fastnacht in die Bütt,
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Der Gefängnisdirektor hat verstanden, nicht zu fassen,
und hat vorzeitig mich entlassen,
und ich konnte Euch heute hier unterhalten,
über Knastologen und auch andere Gestalten,
die sitzen an langen Richtertischen,
und über Ganoven die im Trüben fischen.

Hoffentlich muss ich deswegen nicht wieder in den Bau,
auf unsere schöne Fastnacht und Euch, HELAU!

  
 Kennwort: Knacki

 

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