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Der Tag der Deutschen Meisterschaft
im Gardetanz 10. März 1991

Der Tag der Meisterschaft, das steht fest
Ist niemals ein Tag wie ein anderer gewest
Die Abfahrt haben ein paar fast verschlafen
Weil sie nachts nicht den richtgen Rhythmus trafen

Die Schlafnerven waren massiv gestört
Durch Lampenfieber wie sich das gehört
Manch eine hielt sich mit dem Liebsten wach
Weil sie Aufwärmtraining lieber mag

Auch war Wichtiges noch zu durchdenken
Die Gedanken auf die Schrittfolge lenken
Es wurde mental, meditativ disponiert
Die Gelenke für den Spagat geschmiert

Ein hoch gesprungener Spagat
Schon immer seine Wirkung tat
Zuschauer und das Kampfgericht
Verziehen anerkennend das Gesicht

Beim Runterschauen man stets entdeckt
Der männliche Kampfrichter sofort verschreckt
Ist froh dass er nicht fällt "darauf"
Drum setzt erleichtert er die Punkte rauf

Nachdem man endlich in den Schlaf gekommen
War die Nacht dann viel zu schnell zerronnen
Von der nächtlichen Unruhe ganz geschafft
Hängt man dann im Bus total erschlafft

Statt das Weiterpennen zu probieren
Wie`s üblich bei Fahrten zu Turnieren
Singt die Garde sich diesmal laut in Wut
Machen mit Anfeuerungssongs sich selber Mut

Die Garde hat dabei erkannt
Durch Singen wird Müdigkeit sofort verbannt
Der Gesang wird sicherlich nie prämiert
Aber er weckt und lockert und motiviert

Auch der Trainerin hat das viel gebracht
Hat Karin entspannt und cool gemacht
Jede konnte es in ihrem Ausschnitt checken
Am Hals fehlten diesmal die roten Flecken

Der Blutdruck war offensichtlich ganz normal
Einhundertzwanzig zu achtzig  so an der Zahl
Auch der Stuhlgang macht ihr keine Sorgen
Sie konnte wie immer, -  am frühen Morgen

So ging auch sie die Sache locker an
Was zu tun war, -  das war getan
Besser konnte man sich nicht vorbereiten
Jetzt musste die Jury sich entscheiden

Sogar das Abschlusstraining war gelungen
In die Kaserne hatte man sich dazu verdungen
Dort wurden Sie nochmals schwer geschliffen
Vom Bundeswehr - Schleifer rum  gepfiffen

Rauf und runter und hin und her
Der Atem ging bei mancher Gardistin schwer
Die Zunge hing raus der Hals war trocken
In den Schuhen qualmten schon die Socken

Die Tortur war hart, fast bis zum Sterben
Doch nur durch Schmerzen kann man Meister werden
Der BH drückte vom Schweiss durchdrängt
In den Kleidern fühlte man sich zu beengt

Drum riss man sie vom Körper runter
Und rannte in die Sauna munter
Dort saßen  fix und fertig, kaputt für lange
Zwei dutzend gerupfte Hühner auf einer Stange

Und zwischen drin stolz, wie auf einem Sockel
Saß Schleifer Gerhard Meier der Garde-Gockel
Nur durch einen echten Feldwebel, das weiß er
Kriegt man den Schliff zum Deutschen Meister

So bestens vorbereitet ging man an den Start
Nachdem man durch Baldrian sich beruhigt hat
Neunzehn  Garden mussten diesmal rann
Als zwölfte kam man endlich dran

440 Punkte waren für den Auftritt drin
Hoffentlich wird keiner vorüberziehen
Der Vorjahres-Meister Attendorn
Kam mit 438 Punkten dann nicht nach vorn

Vor Möbelwagen Stuttgart wurde noch gezittert
Bei denen war noch Gefahr gewittert
Plötzlich war man dritter, wie geht es weiter
Schier dreht man durch, da war man zweiter

Der letzte Konkurrent, Neuenkirchen heißt er
Da war es geschehen, Rilze war Deutscher Meister

Nun kam das Wasser angeschossen
Ein Eimer Tränen wurde garantiert vergossen
Die Trainerin war nicht mehr zu finden
Doch dann entdeckte man sie ganz weit hinten

Sie unterhielt sich mit Dürener Fans recht lang
Als ging sie das ganze überhaupt nichts an
Der Schock saß tief, dieser Erfolg tat erschrecken
Jetzt hatte sie plötzlich am Hals ihre Flecken

Die waren jetzt nur mit Sekt wegzuwischen
Doch nicht ein Tropfen war nirgends zu krieschen
Keine wollten vorher beschwören den Sieg
Drum der Sekt ganz einfach  zu Hause blieb

Was machte ein Meister in seiner Qual
Man suchte und fand das richtige Lokal
Die Meisterinnen gönnten sich einen Wodka/Feige
Schließlich spielen sie in Deutschland jetzt die 1. Geige
 

Sie spielten dann auch in de Mannemer Fußgängerzon
Fanden auf der Geige aber nicht den richtigen Ton
Bei Mac Donald ging es dann richtig rund
Schnell war der Deutsche Meister in aller Mund
Der Laden war voll, es wussten gleich all
Sie waren Deutscher Meister im Volleyball
Den verwunderten Ungläubigen sagte man kess
Röckchen und Stiefel sind der neue Volleyball-Dress

Die Tön wurden lauter, die Freude zu schrill
Herr Mac Donald das laute Hallo nicht mehr will
Volleyball interessiert halt doch nicht Jeden
Drum werden die Schreihäls nach draußen gebeten

Nach der Siegerehrung ging es dann endlich nach Haus
Die männlichen Begleiterscheinungen hielten's länger nicht aus
Sie hatten tagsüber schon manch große Schwäche
Sind müde auf Treppen und Bänken geläsche

Die Frauen zeigen da  mehr Kondition
Stehen stundenlang beim Fußball im Stadion
Da hat doch die alte Behauptung nicht recht
Die Frauen seien das schwache Geschlecht

Nach so einem Tag kann`s nicht anders sein
Gibt's zum Schluss ein gemütliches Beisammensein
Beisammen waren nicht alle, man kann es verstehn
Einige wollten lieber nach Hause gehn

So richtig hatte man immer noch nicht kapiert
Was heute so im Mannemer Rosengarten passiert
Vielleicht kapiert man morgen wenn man es liest
Dass die Garde von Rilze Deutscher Meister ist.

Dieser Tag das steht jetzt auch fest
Ist niemals ein Tag wie jeder andere gewest
Vielleicht denkt man einmal später im Leben
So einen glücklichen Tag wird es nie wieder geben.

Den Fans sei an dieser Stelle auch noch gedankt
Ohne sie hät`s vielleicht manchmal nit gelangt
Sie stärken die Moral, sie sind eine Stütze
Ohne Fans kämpft man einsam, erreicht nie die Spitze

Die treuen Fans sind seit Jahren die Gleichen
Sie pfeifen und johlen, sie hupen und kreischen
Seit 10 Turnieren sind sie stets dabei
Nur ab und zu ist dabei jemand nei

Doch seit sie dabei, blieb man stets ungeschlagen
Das muss man öffentlich auch einmal sagen
Auch Babys schlossen sich dem Fanclub jetzt a
Sie heißen Luca, Giulia und Lisa

Die sind eifrig  dabei, auch bei den Proben
Geben wertvolle Tips, sie tadeln und loben
Die drei bleiben sicher lang nicht allein
Sie hoffen es werden bald siebene sein

Dann schließt sich zusammen die ganze Grupp
Können gründen dann den Garde-Baby-Club
So schließt sich der Kreis, so ist es im Leben
Das wird dann die gemischte Garde geben

Dann ist es mit dem "Unkel Kurt" auch vorbei
Die rufen dann "Opa Kurt",- das ist mir nicht nei
Der schließt jetzt ab sein Gardegedicht
Und schenkt der Garde den Tagesbericht

Nichts erlogen und nichts erfunden
So hat der Tag wirklich stattgefunden
Der Tag der Garde, Mannheim 1991 der 10. März
Lediglich gewürzt mit ä paar Präsidente-Färz
 

Herzliche Gratulation
 

                    Euer Sitzungs-Präsident
 

       " Kurt de Unkel "

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